Archiv für 30. Juli 2010

Aufenthalt: Freigeistige Variationen A?ber das nicht Verweilen dA?rfen: in der Heimat, im Jammertal, im Exil, in der Diaspora, im Leben…

Freitag, 30. Juli 2010

Fremde

” Im Deutschen ist zwischen den Fremden, wenn sie im unbestimmten Plural auftreten, und der Fremde, in cost of zyban in ontario die es einen ziehen oder auch verschlagen mag, kein Unterschied. Dass der Fremde nur in der Fremde fremd sei, aus solchem Gleichklang wuAYte Karl Valentin seinen Sprachwitz zu schlagen, doch der Ai??sterreichische Dichter Theodor Kramer, der sich 1939 ums Leben in das karge englische Exil gerettet hatte und erst zum Sterben nach Ai??sterreich zurA?ckkehrte, setzte ihm bitter entgegen: Ai??Erst in der Heimat bin ich wirklich fremd.Ai??

Wer sind die Fremden? Fuhr man durchs Salzburger Land, sah man bis vor kurzem von jedem zweiten, mit beschwerlich lastenden Krediten zur alpenlAi??ndischen Protzigkeit hochruinierten Haus ein FAi??hnchen flattern, auf dem das Wort Ai??FremdenzimmerAi?? stand. Diese FAi??hnchen sind in den letzten Jahren aus dem Gebrauch gekommen, denn Fremdenzimmer werden ja den Urlaubern angeboten, die fA?r ein paar NAi??chte in einem solchen Zimmer auch einiges zu bezahlen haben. Wer wohlhabend genug ist, sich ein Fremdenzimmer in Salzburg zu leisten, kann aber kein Fremder sein, denn der Fremde ist heute eben dadurch definiert, daAY er arm ist oder der Armut verdAi??chtig, dass er sich also nicht um sein Geld in unseren Hotels einmietet, sondern um unser Geld ein Schmarotzerleben fA?hrt.

Wie es nicht ausreicht, aus der Fremde zu kommen, um ein Fremder zu sein, so ist auch niemand davor beschA?tzt, selbst dort in den Status des Fremden zu stA?rzen, wo er geboren und aufgewachsen ist. Als 1995 vier Roma aus Oberwart, deren Familien schon seit Generationen in Ai??sterreich sesshaft waren, einem Bombenattentat zum Opfer fielen, hat mir ein wohlmeinender Ai??sterreicher sein Entsetzen A?ber diese Tat mit den rechtschaffenen Worten mitgeteilt, dass man in einem Kulturstaat doch so nicht mit AuslAi??ndern umgehen dA?rfe.

Dass er die Roma in ihrem eigenen Inland als AuslAi??nder empfand, hAi??ngt gewiss auch mit der Irrmeinung zusammen, dass die Roma Fahrende seien, die am liebsten ihrem Nomadentrieb folgen; dass die Roma fA?r Bettler und SozialhilfeempfAi??nger, also fA?r arm oder, wo sie es doch zu einigem Wohlstand gebracht haben, fA?r kriminell gelten, die folglich uns, die wir weder arm noch kriminell sein wollen, gAi??nzlich fremd sind und Fremde bleiben, wie lange sie auch am Rande unserer StAi??dte oder unter uns sein mAi??gen.

NatA?rlich spielen bei der Identifizierung eines Menschen als Fremdem auch heute noch Dinge wie Aussehen, Hautfarbe, Kleidung, Verhalten eine Rolle, doch fA?gen sich all diese Merkmale nicht mehr unmittelbar zum Bild des Fremden, sondern nur, insofern sie als deren Attribute hAi??ufig die Armut begleiten, welche die Fremdheit erst ausmacht. Vor einiger Zeit wurde dem in aller Welt berA?hmten SAi??nger Harry Belafonte nach einem umjubelten Konzert der Zutritt zu einer Linzer Diskothek verweigert. Im darob rasch aufflammenden Skandal hat sich der zerknirschte Besitzer der Diskothek gegen den ihn krAi??nkenden Verdacht, ein Rassist zu sein, mit heftigen Worten verwehrt, er habe einfach nicht erkennen kAi??nnen, dass es sich bei dem Ai??NegerAi?? um Harry Belafonte gehandelt habe. Nie und Nimmer wA?rde er, in dessen Diskothek ja stundenlang die Platten schwarzer Komponisten, SAi??nger, Musiker abgespielt werden, einem Menschen der Hautfarbe wegen den Zutritt in sein Lokal verweigern.

Nicht weil Belafonte ein Neger, sondern weil der Neger dem wacker vorurteilsfreien Diskothekenbesitzer in der Zeitung und auf der StraAYe meistens als FlA?chtling, als Asylsuchender, bestenfalls als finanzschwacher afrikanischer Student entgegentritt, war das Lokalverbot ausgesprochen, das in diesem Falle als ein irrtA?mliches ja nachtrAi??glich auch widerrufen wurde. Hat der Neger Geld, was mittlerweile auch vorkommen kann, sind ihm gegenA?ber keine rassistischen Vorurteile angebracht und wird er jener Menschenrechte teilhaftig, die nur dem Fremden abgesprochen werden.

Umgekehrt braucht es keine andere Hautfarbe, Sprache, Religion oder auch StaatsbA?rgerschaft mehr, dass ganze Gruppen zu Fremden im eigenen Land erklAi??rt werden: Der Ai??konomische Rassismus erklAi??rt die Armen im Staate zu einer eigenen Nation, verstAi??AYt sie aus dem traditionellen Verband, wodurch sie zu Fremden werden, wie das der politische Regionalismus mit seinem BemA?hen, die alten Nationalstaaten zu zerschlagen, immer offenkundiger in allen Teilen Europas propagiert.

Warum der Hass sich gerade gegenA?ber den SchwAi??chsten austobt und in den europAi??ischen GroAYstAi??dten auAYer den Fremden fremder LAi??nder vornehmlich Obdachlose, zunehmend auch Behinderte zu Opfern spontaner Gewalttaten werden, die jAi??h aus sozialem Ekel hochschiessen, darA?ber ist viel spekuliert worden. Dass der Anblick des Schwachen, BedA?rftigen unser schlechtes Gewissen wecke und wir ihn also totprA?geln, weil wir tiefinnerlich wissen, dass wir ihm helfen, unser Gut mit ihm teilen mA?ssten, hat eine christlich inspirierte Gesellschaftskritik ins Feld gefA?hrt.

Aber das ist eine unzureichende ErklAi??rung. Der Elende wird vielmehr nicht verachtet, weil der den wohlhabenden an seine versAi??umten Menschenpflichten, sondern weil er ihn daran erinnert, dass er http://cialisonline-rxstore.com/ selber der Elende sein kAi??nnte. Im levitra tablets in pakistan Fremden, der aller sozialen Sicherheiten entledigt ist, entdecken jene, die sich von gesellschaftlichen Traditionen und staatlichen Institutionen noch geschA?tzt wAi??hnen, wie brA?chig dieser Schutz ist. Nicht weil der Fremde fremd ist, wird er gehasst, sondern weil er schon das ist, was viele zu werden fA?rchten mA?ssen; ihm ist bereits zugestoAYen, was auch A?ber uns verhAi??ngt sein kAi??nnte, sein Anblick erschreckt, nicht weil er fremd, sondern ein Spiegel ist, in dem sich eine fA?rchterliche Wendung abzeichnet, die das eigene Leben nehmen kAi??nnte.

Darum pflegt der Fremdenhass in sozial besser abgepolsterten Schichten weniger leicht aufzukeimen als dort, wo mit der Arbeitslosigkeit der soziale Absturz droht. Wer sich in verlAi??sslichem Wohlstand geborgen weiAY, braucht im Elenden nicht sich selbst entdecken und muss den Fremden nicht hassen, gerade weil er fA?rs erste davor gefeit ist, selber einer zu werden.

Die teilweise aberwitzigen Gesetze, mit denen in den letzten Jahren A?berall in Europa die Lage der Fremden verschlechtert wurde, ohne das sich dabei irgend etwas fA?r die arbeitenden oder nicht mehr arbeitenden LandesbevAi??lkerungen gebessert hAi??tte, haben A?berall aber nicht die vom sozialen Absturz Coumadin overdose treatment guidelines bedrohten Fremdenfeinde erlassen, sondern jene aufgeklAi??rten Besser- und Sichergestellten, aus denen sich die Parlamente A?blicherweise rekrutieren. So liegt die Vermutung nahe, dass sich die einen eines Fremdenhasses bedienen, die ihnen bei den anderen, die ihm anheimgefallen sind, sehr zupass kommt.

Jeder Mensch, der auch nur in die AnfangsgrA?nde des Ai??konomischen eingeblickt hat, weiAY, dass weder die wirtschaftliche Krise, in der es zudem in bestimmten Branchen krisenhaft heftig boomt, noch die prekAi??re Lage des Sozialstaats durch die vier Prozent Fremder verursacht ist. Gleichwohl mA?ssen die Fremden jenen SA?ndenbock abgeben, der die missliche Situation, in der die Dynamik der Marktwirtschaft einen Teil der Nation gebracht hat, fasslich erklAi??rt.

Rund 370 Millionen Menschen rechnen zum privilegierten Rang von BA?rgern der EuropAi??ischen Union, nicht zehn, nicht einmal fA?nf Prozent AuslAi??nder leben in diesem mAi??chtigen Wirtschaftsraum. Der demokratische Verfall hat sie, ungeachtet der Dauer, wie lange sie hier schon arbeiten und wohnen, wie sehr sie den VerhAi??ltnissen integriert sind und welches der Grund ihres Kommens war, insgesamt zu Fremden gemacht und so die heterogenen Gruppen von Arbeitsemigranten, FlA?chtlingen und Asylbewerbern zusammengefasst.

Sie alle trifft der gleiche Blick, der sie als Fremde erkennt. Wie dem Fremden aber jedes Verbrechen zuzutrauen ist, wird es bald schon zum Verbrechen, ein Fremder zu sein. Der Fremde braucht dann gar kein Verbrechen mehr zu begehen, er selber ist eines, und die Tatsache, dass er ungeschoren immer noch unter uns weilt, ist der Beweis. “

Karl-Markus GauAY, Freigeist.

Ai??

Einwanderung

In der Anthropologie heiAYt es, der Mensch sei eine Variante des Schimpansen, die es geschafft hat, weit intelligenter zu werden, als es ein Affe gewAi??hnlich ist. Dank dieser Tatsache sei es dem Menschen mAi??glich, in die Welt hinauszuziehen und sich fremden Wind um die Nase wehen zu lassen.

Mensch zu sein bedeutet, zu emigrieren: Wir sind alle Emigranten – oder Kinder, Enkel, oder Urenkel von Emigranten. Unsere Spezies erblickte irgendwann im Osten Afrikas das Licht der Welt und emigrierte von dort an entlegene Orte, von China bis Kalifornien, von GrAi??nland bis Patagonien, und natA?rlich nicht zu vergessen: Bis Europa. Die Ureinwohner, die stolz darauf sind, seit Jahrhunderten http://pharmacy-genericrx-online.com/ dort zu leben und sich nie von der Stelle bewegt zu haben, wAi??hrend andere kommen und gehen, zeigen damit keine A?berlegenheit gegenA?ber den Reisenden, sondern eine tAi??richte Sehnsucht nach ihrer Vergangenheit als Menschenaffe. WAi??ren wir nicht von Natur aus Emigranten, wAi??re es um das, was wir als Ai??MenschheitAi?? bezeichnen, schlecht bestellt.

Wie sollen wir heute Emigranten aufnehmen? Als Artgenossen, die uns einen riesigen Gefallen tun und uns daran erinnern, worin Menschlichkeit besteht. Der Grieche Plutarch schreibt, dank dieser zufAi??lligen Begegnungen mit Fremden begreift unsere Seele, was sie ist – nAi??mlich wesenhaft fremd – und was sie zu erwarten hat, nAi??mlich Gastfreundschaft. Denn wir haben alle einmal die Erfahrung gemacht, dass wir uns schutzlos im Unbekannten befinden: Ai??Geboren zu werden bedeutet immer, in ein fremdes Land zu kommen.Ai?? Zweifellos kann die derzeitige Einwanderungsflut in den wohlhabenden LAi??ndern fA?r Chaos sorgen. Doch wird man schlecht unterbinden kAi??nnen, dass die Medien A?berall verbreiten, wie Menschen andernorts leben und vor allem, wo es sich besser leben lAi??sst. Es ist daher nur natA?rlich, dass viele Benachteiligte aus anderen Breiten bei uns ihr GlA?ck versuchen wollen. Emigranten hat es immer gegeben, und ihre Zahl wird nicht ausgerechnet in dem Jahrhundert abnehmen, in dem man sich mit einem Knopfdruck oder Klick A?ber die sozialen Bedingungen in anderen LAi??ndern informieren kann und in dem es an Transportmittel nicht mangelt.

Im Allgemeinen wollen die, die zu uns kommen, vor dem Elend in ihrem Land fliehen, selbst wenn sie wenig von den VorzA?gen unseres relativen Wohlstandes wissen: Sie werden nicht vom Licht angezogen, sondern die Triebfeder ist die Dunkelheit, aus der sie fliehen. NatA?rlich wA?rden viele, wenn die Lebensbedingungen in ihrem Herkunftsland besser wAi??ren, lieber dort bleiben. Folglich ist Entwicklungshilfe fA?r die LAi??nder mit einer starken Auswanderung eine vernA?nftige Politik, um diese StrAi??me einzudAi??mmen: Es ist weder klug noch anstAi??ndig, unsere SolidaritAi??t mit den Benachteiligten in alle Welt zu posaunen und gleichzeitig eine protektionistische Politik zu fAi??rdern, durch die die Rohstoffe, die in vielen Breiten die einzigen Ressourcen sind, nicht auf unseren Markt gelassen werden. Aber es handelt sich nicht um ein rein wirtschaftliches Problem. Das HauptA?bel ist, dass es in vielen Nationen keinen funktionierenden Staatsapparat gibt, der eine wenn auch nur minimal ausgewogene Verteilung der nationalen BodenschAi??tze garantiert, ebenso wie Gesetze, die Raubbau verhindern. Die Emigranten, die in unsere LAi??nder kommen, suchen – oft mehr als UnterstA?tzung und Arbeit – nach einer MAi??glichkeit, Zutritt zur bA?rgerlichen Gesellschaft zu erhalten. Wer unter uns dem Wort misstraut oder seine revolutionAi??re Tragweite herunterspielt, sollte mal diese Vertriebenen fragen, was das wirklich bedeutet…

Es liegt auf der Hand, dass rechtliche Anerkennung der Einwanderung und ihre humanistische WertschAi??tzung nicht bedeutet, dass es keine Regulierungsmechanismen geben darf: GroAYzA?gige und laxe Kontrollen begA?nstigen nur MenschenhAi??ndler, Arbeitgeber, die billige Lohnsklaven suchen, und auslAi??nderfeindliche, ultranationalistische Agitatoren und fA?hren zu nichts. Zweifellos ist es ein Vorurteil, Ai??EinwandererAi?? mit Ai??KriminellenAi?? gleichzusetzen, doch angesichts des traurigen Schicksals vieler Illegaler, die der Mafia wegen eines fehlenden Arbeitsschutzes ausgeliefert sind, hat diese Aussage manchmal durchaus ihre Berechtigung.

(Ein anders gelagerter Fall sind die auslAi??ndischen Verbrecher, die wie Heuschrecken A?ber unser Land herfallen, weil sie satte Beute machen wollen. Die gibt es, natA?rlich, sogar in HA?lle und FA?lle, aber das sind keine Einwanderer, sondern Invasoren.)

Kann man von den Einwanderern verlangen, dass sie bestimmte Bedingungen zur Integration in unser Land erfA?llen mA?ssen? Auf jeden Fall.

Keiner verlangt von ihnen, dass sie ihre ursprA?ngliche Kultur (aus der sie fliehen) in allen Punkten ablegen, aber in denen, die den im Aufnahmeland geltenden Verfassungsprinzipien und den grundlegenden Menschenrechten zuwiderlaufen. Sie haben selbstverstAi??ndlich das Recht – denn das ist eine Bereicherung unserer Kultur – ihre Folklore, ihre KA?che, ihren Glauben etc. Ai??ffentlich auszuleben und mit uns zu teilen. Das heiAYt, sie kAi??nnen Formen ihres ursprA?nglichen pharmacy online Gemeinschaftslebens mitbringen, solange sie mit dem Rechtsstaat in Einklang gebracht werden kAi??nnen. Sie dA?rfen sie uns aber nicht in Bereichen aufzwingen, die mit den demokratischen Freiheiten unvereinbar sind. Auch in unseren LAi??ndern gab es in der Vergangenheit traditionelle

Lebensformen (hierarchische, theokratische usw.), die durch revolutionAi??re UmwAi??lzungsprozesse der Moderne abgeschafft wurden, Es wAi??re absurd, diese wieder aufzunehmen und sie als unantastbare Importfetische zu ehren. Tzwetan Todorov hat es treffend gesagt: Ai??Zu einer Gemeinschaft zu gehAi??ren ist gewiss ein Recht des Individuums, aber auf keinen Fall eine Pflicht; die Gemeinschaften sind im SchoAY der Demokratie willkommen, aber nur unter der Bedingung, dass sie nicht Ungleichheit und Intoleranz erzeugen.Ai??

Fernando Savater, Freigeist.

Ai??

” Der Mythos von der autonomen Seele, oder von der MA?ndigkeit des Individuums, ist ein Produkt der europAi??ischen Geschichte. Erst nach dem Zerfall der politischen Macht der Kirche entfaltete das kartesische Ich, das sich als Ausgangspunkt setzte, seine volle Arroganz.

Als die Kirche ihre Faszination verlor, als ihre KA?nste und Zaubervorstellungen verkA?mmerten und die Scheiterhaufen ausgingen, versuchte sie notgedrungen, das Ai??lAi??cherliche EselsgeschreiAi?? der Einzelseelen interessant zu machen. Aus dem Jammertal, wo sie die Exekutivgewalt verlorene hatte, zog sie sich an die Schwelle des Jenseits zurA?ck. So sicherte sie sich wenigstens die pharmacy direct canada Verwaltung des Todes, wAi??hrend in die meisten ihrer Unternehmungen psychologische und soziale Quacksalber einrA?ckten und ihre profanen Programme und Szenarien aufstellten.

Die Legende vom Jenseits, wo die Leute, nach kurzem Erdenaufenthalt, ihr Ai??lAi??cherliches EselsgeschreiAi?? bis in alle Ewigkeit fortzusetzen gedachten, fA?hrte zur Entzauberung des Diesseits, das man als Jammertal abkanzelte, bis es schlieAYlich so aussah wie heute und zu dem geworden war, als was man es abgekanzelt hatte, nAi??mlich zum Jammertal. “

Gerhard Amanshauser, Freigeist.

Ai??

” Ich weiAY nicht, ob schon einmal jemand erwogen hat, welche Auswirkungen es auf die spAi??tere Diaspora hatte, dass das jA?dische Staatswesen unter rAi??mischer Ai??gide stand. Mir scheint es ein ewiges Muster zu sein. Die Ehrerbietung fA?r die fremde Macht, das stAi??ndig zu Kompromissen bereite Verhalten, das der eigenen Gemeinde gegenA?ber mit der Forderung von Opferbereitschaft auftritt. AllmAi??hlich wird daraus eine Umgangsform: Ai??chtung vor dem fremden, Verachtung dem eigenen gegenA?ber; in sie mischen sich schmerzliches Schuldbewusstsein und die A?berzogene Familienliebe der ewigen Minderheiten.

Das Wesentliche jedoch sind immer die – sogenannten – Opferdarbringungen fA?r die fremde Macht,
um ihre Gnade zu gewinnen, mal mit Geld, mal mit Menschen. In diesem Lichte betrachtet, ist das starke GemeinschaftsgefA?hl nichts anderes als eine gewisse Form der VermAi??gensbewahrung, damit es etwas gibt, das man opfern kann, wenn der Augenblick gekommen ist. Andererseits die fA?hrenden Juden, die fA?hrenden Klassen innerhalb des Judentums. Die ewigen JudenrAi??te.

Das jA?dische GroAYkapital, das einerseits als rationaler Faktor (in der NationalAi??konomie einer fremden Nation) funktioniert und andererseits, gewissermaAYen nach innen, der jA?dischen Gemeinschaft gegenA?ber, wie ein vAi??terlicher Diktator auftritt: Eine gewisse WohltAi??tigkeit, Freigebigkeit, um das Leben und damit die Masse zu erhalten zum Zwecke der jeweils

nAi??chsten Opferdarbringung. – Verglichen damit eine beinahe moderne Erscheinung, wenn sich vereinzelt reiche jA?dische Gemeinden im Zeichen der Selbsterhaltung von der armen, kompromittierenden Masse zu befreien versuchen; etwa das verhalten der Amsterdamer Juden zur Zeit Spinozas: Diese reichen Juden gaben den aus Deutschland, Spanien usw. fliehenden armen jA?dischen Massen Geld, unter der Bedingung, dass sie nach Russland, nach Osteuropa weiterziehen. “

Imre KertAi??sz, Freigeist.

Ai??

Es gibt nichts was zu erreichen wAi??re ausser dem Tod.
Also, A?blicherweise wird versucht ein Ziel mAi??glichst schnell zu erreichen, wenn es bekannt.
Ich habe gegen meine Natur versucht und gegen meinen Instinkt den optimistischen Standpunkt einzunehmen.
Ich habe viel versucht.
Ich habe gegen mein besseres Wissen behauptet: Das Leben ist wert geliebt zu werden um seiner Selbst willen.
Wie dumm, ein Vorwand diese unangenehme Prozedur nicht vornehmen zu mA?ssen.
Es gibt keine Schuld, keine SA?nde, nicht Gut, nicht BAi??se, keinen Gott, keine MAi??glichkeit,
nur den Schein fA?r den Schein leben zu kAi??nnen.

Wozu der Mensch als ethische Fehlkonstruktion mit ethischer Einstellung behaftet sein kann?
Ein Scherz.
Es ist grAi??sslich, dass die Hoffnung wie ein bAi??ses GeschwA?r bis zur letzten Sekunde wuchert.
Die Dinge bleiben wie sie sind.
Idealismus ist unangebracht.
Unter diesen Auspizien vertrete ich (natA?rlich nur fA?r mich, da ja ich http://canadian-pharmacyrx4ed.com/ mit dieser Meinung behaftet bin) als richtig, der.
Falsch, fA?r.
Ich bin einfach nicht einverstanden,

wA?rde gerne den Menschen gegen das tauschen wofA?r er sich hAi??lt oder fAi??lschlich fA?r mAi??glich hAi??lt zu erreichen.

So betrachtet will ich gerne den Anfang machen, das gute Beispiel.-

Konrad Bayer, Freigeist. (Freitod 1964)