Archiv für 17. Juli 2010

Neue Kunst ist…? Freigeistige Variationen A?ber Ernstzunehmendes…

Samstag, 17. Juli 2010

Ai??

” Die Gefahren des stAi??ndigen Drucks, der auf dem KA?nstler lastet, jedes Jahr etwas Neues hervorzubringen – die Idee des Vorjahres zum alten Eisen zu werfen, bevor sie ganz artikuliert oder in ihren Tiefen ausgelotet worden ist -, sind bis jetzt nicht richtig eingeschAi??tzt worden. Die immer schneller werdende Aufeinanderfolge Ai??ffentlich vorgestellter Innovationen ist gleichzeitig zur Zielscheibe Ai??ffentlichen Spotts wie zum ernsten Problem geworden. Von beiden Extremen dieser Frage her gesehen, wird diese Gruppenneurose zum Ausgangspunkt von Ai??ngsten, Frustrationen und Ressentiments. “

William C. Seitz
(Aus: Ai??The Rise and Dissolution of the Avant-GardeAi??, “Vogue”, 1963)

Ai??

” Dem heutigen KA?nstler bietet sich ein Katalog von Stilen an, und er ist eingeladen, daraus zu wAi??hlen. Er weiAY jedoch, dass die letzte Ausgabe des Stilbuches bereits A?berholt ist. Alles, was in der Kunst gemacht worden ist, Ai??ffnet ein neues Tor. Order noroxine Dem Tor gegenA?ber aber steht eine leere Wand. FA?r den KA?nstler erscheint es sinnlos, hat jemand anderer den Schritt dorthin getan, ihn noch einmal zu machen. TatsAi??chlich versperrt daher jede Erfindung einen weiteren Zugang. Hat das Neue auf diese Weise traditionelle Erscheinungsformen in der Kunst aufgehoben oder unterdrA?ckt, ist es an dem Punkt angelangt, wo es sich selbst aufhebt. “

Harold Rosenberg
(Aus: Ai??Keeping UpAi??, “New Yorker”, 1979)

Ai??

” Der Maler malt, wie der Ochs brA?llt – oder er ist kein Maler. Er malt wie andere gehen, stehen oder schwitzen. Malerei ist eine geistig-vegetative Verdauungsform. In unseren Tagen vergessen. Wie das geschah? Der Maler zog mit dem Sametjackett und der KA?nstlermAi??hne die Lebensform aus, die A?berzeugung, Boheme, Antibourgeoisie, Haltung Ai??uAYerlich darstellte. Die Hornbrille, das Motorrad, das bisschen Wissen um Maschinen hat den Malern sehr schlecht getan. Sie stellen sich hin und malen ohne jede A?berzeugung, ohne Not Bilder, wie sie vor hundert Jahren WaldmA?ller, Blechen, Runge, Friedrich und andere gemalt haben – nur mit dem Unterschied, dass dort Trieb, Drang und MA?ssen war, was heute organisierte kleine OriginalitAi??tssucht ist.

Im Zeitalter der bA?rgerlichen Kultur waren aus den Handwerkern genialisch-tuende PersAi??nlichkeiten geworden, die HauptsAi??chlich fA?r die Bildungswelt der BourgeoisieAi??(dies in immer zunehmendem MaAY) arbeiteten und meist schlechte Beobachter waren, weil sie nur mehr lose in Wirtschaft eingeordnet waren.

In unserer Zeit wird aus dem genialisch-tuenden KA?nstler ein meist schizophrener Parasit, der nur deshalb nicht ganz aus der Gesellschaft metformin buy online india verschwindet, d. h. in Irrenanstalten untergebracht wird, weil er harmlos ist und auch die Bourgeoisie als Abnehmerklasse schizophren geworden ist. Jede soziologische EinordnungsmAi??glichkeit nimmt steigend ab. “

Raoul Hausmann, Freigeist.
(Aus: Ai??Die A?berzA?chteten KA?nsteAi??, “Der Gegner”, Berlin 1931)

Ai??

” Wenn wir auch im Leben alles tadalafil testosterone tun, um der Angst zu entgehen,Ai??in der Kunst mA?ssen wir uns doch auf sie einlassen.Ai??Das ist schwer. “

Morton Feldman, Freigeist.Ai??


Ai??

Raoul Hausmann (1886-1971): Ai??Der Geist Unserer Zeit – Mechanischer KopfAi??, ca. 1920.