Mein Vater ist… ? Freigeistige Variationen A?ber Ernstzunehmendes…

Giangiacomo Feltrinelli, italien. Verleger, * 15. 6. 1926 Mailand, ai??i?? 14. 3. 1972 bei Segrate in der NAi??he von Mailand; Besitzer zahlreicher Handelsfirmen u. des Verlages Giangiacomo Feltrinelli Editore in Mailand (ErstverAi??ffentlichungen der weltbekannten Romane ai??zDer Leopardai??? von G. Tomasi di Lampedusa u. ai??zDr. Schiwagoai??? von B. Pasternak); grA?ndete 1958 ein Institut fA?r Wirtschafts- und Sozialstudien. F. engagierte sich seit den 1960er Jahren zunehmend fA?r linksextreme Gruppen. Er kam bei einem fehlgeschlagenen Versuch, einen Hochleitungsmast zu sprengen, ums Leben.

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Mein Vater, der Terrorist

Warum schreibt ein Sohn die Biographie seines Vaters? Um ihn zu rechtfertigen, anzuklagen, zu vergessen? Carlo Feltrinelli, Sohn eines der groAYen europAi??ischen Verleger, Giangiacomo Feltrinelli (1926-1972), hat eine umfangreiche Biographie seines Vaters geschrieben, die keinem dieser Muster folgt, sondern verstehen will – den Vater, und sich, den Sohn, der erst zehn Jahre alt war, als der Vater tot am FuAY eines Elektromastes in der NAi??he Mailands gefunden wurde. Entstanden ist deswegen auch keine eigentliche Biographie, sondern etwas fast Altmodisches: ein Charakterbild, das Bild eines Mannes und einer Epoche.

Carlo Feltrinelli, der Sohn, hat umfangreiche Forschungen angestellt, und es sind ihm nicht nur in den Familienchroniken, sondern insbesondere in den Archiven der Kommunistischen Partei PCI und denen der italienischen Geheimpolizei A?berraschende Funde gelungen. Der eindrucksvollste ist wohl ein riesiges Curriculum, das der dreiundzwanzigjAi??hrige Giangiacomo 1950 an das Ai??KaderbA?ro der Ortsgruppe Mailand des PCIAi?? schickt. Er beschreibt darin seinen Vater als GroAYkapitalisten (zu Recht), den er 1935 verlor, die Mutter Giannalisa, Bankierstochter, noch lebend, und sich selbst: Ai??Ich habe, aus bA?rgerlicher Sicht, eine sehr orthodoxe Erziehung genossen, mit Gouvernanten, Komfort, Reisen usw. und immer isoliert von meinen Altersgenossen. Bis 1941 habe ich keine Schule besucht, sondern nur Privatunterricht erhalten. Ich wuchs auf diese Weise praktisch ohne Freunde auf.Ai??

Giangiacomo schildert dann, wie er durch einen Arbeiter zuerst von der Existenz der Kommunistischen Partei gehAi??rt habe, in die er 1945 eingetreten sei. Er beschreibt seine Arbeit in verschiedenen Kommissionen der Partei und begrA?ndet seinen Wunsch auf Teilnahme an einem dreimonatigen Schulungskurs damit, Ai??1. meine theoretischen Kenntnisse zu vertiefen… 2. durch den Aufenthalt zu lernen, in einer Gemeinschaft zu leben und dadurch meinen Charakter so zu verAi??ndern, dass ich mit den anderen Genossen zusammenzuarbeiten lerne. Dieses zweite Ziel halte ich angesichts meiner besonderen LebensumstAi??nde fA?r auAYerordentlich wichtig, damit ich mich bessere, um besser fA?r die Partei arbeiten zu kAi??nnen.Ai??

NatA?rlich ist das auch Zeitstil – es sei nur erinnert an eine Passage in einem Klassiker der italienischen Literatur, dem Familienlexikon von Natalia Ginzburg: Ai??Es war in den Purchase acivir suspension ersten Nachkriegsjahren bei uns sehr A?blich, Selbstkritik zu A?ben, das heiAYt, die begangenen Fehler Ai??ffentlich zu analysieren und auseinanderzunehmen. Wir begingen Fehler A?ber Fehler, und die Selbstkritik A?berlagerte die Fehler und verschmolz mit ihnen, so wie die Musik mit den Worten der Oper…Ai??

Wie auch immer: Wer meint, die SchAi??digungen durch Reichtum und Mangel an Zuwendungen lieAYen sich mit der VolljAi??hrigkeit abstreifen wie ein Handschuh, dem seien die ersten hundert Seiten dieses Buches ans Herz gelegt, und nicht nur die ersten hundert Seiten. Der Eiseshauch aus der Kindheit prAi??gt noch einen der letzten Briefe Feltrinellis aus dem Untergrund an den achtjAi??hrigen Sohn, worin er ihn warnt, nicht Ai??nur zu leben, um Geld zu machenAi??.





Inge, Carlo & Giangiacomo Feltrinelli (1966)


Der Leser wird aber auch die Trauer und die Wut begreifen, die jemanden aus diesem Milieu zwischen Kapital und Krone ergreifen konnte, wenn er nach dem Krieg die A?berwiegend von der Linken gefA?hrte Widerstandsbewegung, die resistenza (an der Feltrinelli noch als SiebzehnjAi??hriger teilgenommen hatte), ohne politischen Erfolg untergehen sah. Ai??Wenn wir uns trafen, wollte Feltrinelli von mir vor allem eine ErklAi??rung dafA?r, warum die resistenza, die doch triumphiert hatte, von politischen und Ai??konomischen Interessen fast hatte ausgelAi??scht werden kAi??nnen, die dieselben herrschenden Klassen an die Macht brachten, die Faschismus und Monarchie in ihrem SchoAY getragen hattenAi?? – so Giovanni Pesce, eine der Ikonen der Widerstandsbewegung und spAi??terer Freund Feltrinellis.

Heute sind die GrA?nde dafA?r klar: In Jalta waren die EinflusssphAi??ren festgelegt worden, und die CIA sorgte dafA?r, dass es dabei blieb. Vom Sturz der Regierung Tambroni A?ber die Geheimloge P2, das Attentat an der Piazza Fontana und die Ermordung Aldo Moros bis zu den Putschversuchen Lorenzos oder Borgheses galt fA?r Italien, dass die Kommunistische Partei niemals an der Regierung beteiligt werden dA?rfe, der compromesso storico nicht stattzufinden habe.

Damals war das kaum erkennbar – selbst ein so zentrales politisches Ereignis wie das Blutbad an der Piazza Fontana konnte erst vor kurzem als neofaschistische Provokation aufgeklAi??rt werden. Hier erwies sich Giangiacomo Feltrinelli als hellsichtig und realistisch (zumal wenn man den griechischen Obristenputsch einbezieht), auch wenn ihn dann sein Weg ins Dunkel des bewaffneten Untergrund fA?hrte.
Dieser Weg begann 1947, als Feltrinelli volljAi??hrig wurde und damit A?ber sein gewaltiges VermAi??gen (Holzhandel, Bau- und Immobiliengesellschaften, Grundbesitz) verfA?gen konnte. Er beginnt zuerst, im zerstAi??rten Nachkriegseuropa, sich der linken Vergangenheit zu vergewissern und sammelt mit groAYer Konsequenz nicht nur Inkunabeln des Marxismus, sondern auch die gesamte spAi??tere Literatur – es entsteht die (heute noch existierende, fA?r das Studium des Sozialismus unentbehrliche) Ai??Biblioteca FeltrinelliAi??. Der Vergewisserung folgen (wie bei vielen jungen Verlegern) die pAi??dagogischen Absichten: die Einrichtung eines unabhAi??ngigen Vertriebsnetzes und schlieAYlich, 1955, die GrA?ndung des Verlages.
Dieser Verlag stand von Anfang an unter einem guten Stern. Nicht nur erschienen gleich zu Beginn zwei Bestseller, Pasternaks Doktor Schiwago und Lampedusas Gattopardo, vielmehr machte auch der Charakter beider BA?cher gleich klar, dass der Verlag offen war fA?r vieles. Auch von der Einrichtung, der Organisation und den Vertriebsformen war der Verlag Giangiacomo Feltrinellis ein moderner Verlag und sein Verleger in der Tat ein homo novus, wie es Kurt Wolff ausdrA?ckte: elegant, zurA?ckhaltend, weit gereist, anspruchsvoll und zugleich ohne exaltierte BedA?rfnisse, neugierig und extrem entscheidungsfreudig. Ein Verleger, der von sich selbst sagt, mit seinem Programm Ai??eine Wette auf die GeschichteAi?? eingehen zu wollen (und natA?rlich Recht zu behalten), und der dennoch auf die ewige Grundsatzfrage, ob ein Verleger die Welt Ai??ndern kAi??nne, die bescheidene Antwort gibt: Ai??Ein Verleger kann nicht mal den Verlag wechseln.Ai??



Castro & Feltrinelli in Havanna (1964)

Die sechziger Jahre – mit den Lektoren Giorgio Bassani, Enrico Fillipini, Mario Spagnol, Valerio Riva, Nanni Balestrini – waren dann die Glanzjahre des Verlages, mit umfangreichen EnzyklopAi??dien, mit politischen Pamphleten, farbigen Buttons (fa l’amore non l’editore), Literatur (auch GA?nther Grass und Uwe Johnsen wurden den italienischen Lesern damals zuerst vorgestellt) und einem langsam wachsenden Netz von ausgezeichneten Buchhandlungen. Es waren schAi??ne Zeiten, in denen Industrielle (Adriano Olivetti) BA?cherschauen organisierten, internationale Zeiten, in denen die Hoffnungen auf Kuba blA?hten, merkwA?rdige Zeiten, in denen kA?ndigende Lektoren mit der Pistole bedroht oder ihre Schreibtische zertrA?mmert wurden.

Der Sohn berichtet getreulich darA?ber, und die einzelnen Kapitel hAi??ngen so lose aneinander, dass immer wieder kleine, treffende, melancholische oder heitere Portraits oder UmstAi??nde entstehen. (…)
Ein schAi??nes, bewegendes, desperates (und auch ein wenig disparates) Buch.

(Carlo Feltrinelli: Ai??Senior Service / Das Leben meines VatersAi?? aus dem Italienischen von Friederike Hausmann; MA?nchen 2001)

Klaus Wagenbach, Verleger, Freigeist. (Literaturen, September 2001)
K. Wagenbach hielt 1972 bei der Beerdigung seines Freundes Giangiacomo Feltrinelli auf dem von Panzern umstellten MailAi??nder Zentralfriedhof unvorbereitet (es gaben nur zwei italienische Verlags-Kollegen dem Verstorbenen die letzte Ehre) die Totenrede.

Beisetzung G. Feltrinellis (1972)
Ein Leben, das sich verbrennt

(…) Feltrinelli, nach einer zwischen Yachten, Salonwagen und Privatlehrern emotional verkA?mmerten Jugend, wird Kommunist. Kaum ist er volljAi??hrig und verfA?gt A?ber das ungewAi??hnlich groAYe VermAi??gen
(wurde auf 600 Millionen Dollar geschAi??tzt, damals etwa zwei Milliarden Mark), hat die italienische KP keine Finanzsorgen mehr. Ein brillanter Feuerkopf beginnt seinen Weg – so irritierend-funkelnd wie kaum einer im Europa der zweiten HAi??lfte des 20. Jahrhunderts; und, wen wundert’s, begleitet vom gelben Neid. Noch im November 1999 schrieb der Spiegel von gekauften Frauen und dem weiAYen Cadillac – Feltrinelli besaAY nie so ein Fahrzeug, indes Rudolf Augstein, der Herausgeber des Spiegels, jahrelang einen allerdings goldfarbenen Cadillac fuhr. (…)

Feltrinelli hebt ab.

Es beginnt sehr bald eine Phase der politischen Verranntheit, einer Revolutionsromantik, weit links von der etatistischen KP, die nicht nur mit den explosiven ZeitlAi??uften der sechziger Jahre zu tun hat. Sie hat offensichtlich auch mit der Psyche eines Mannes zu tun, der im Spannungsfeld von Bescheidenheit und GrAi??AYenwahn zerrissen wird, der die Gesellschaft hasst und bekAi??mpft, deren hochmAi??gender ReprAi??sentant er zugleich ist (noch bis kurz vor seinem Tode saAY er im Aufsichtsrat mehrerer Industriegiganten). Sohn Carlo, der dem Vater bescheinigt, dass dessen “Analysen mit der Wirklichkeit nicht mehr in Einklang zu bringen waren”, vermerkt nicht nur, dass die CIA ihn in ihren Dossiers als “wichtigsten Agenten des Castrismus in Europa” notiert, sondern zitiert auch ein Psychogramm: “Man mag Feltrinelli als verrA?ckt, sexuell gestAi??rt, eitel, schwach, arrogant, exaltiert, frustriert, unvernA?nftig, auf bedauernswerte Weise fA?r Schmeicheleien empfAi??nglich, irrationalen TrAi??umen und grenzenlosen Ambitionen nachjagend bezeichnen. Auf jeden Fall hat er die Geschichte eines Jahrzehnts geprAi??gt.”

Wohl wahr. Jede Zeit braucht ihren Camille Desmoulins; und vernichtet ihn. Manche der Briefe an Sohn Carlo lesen sich wie dessen Aufschreie aus dem Palais Royal – schrill und zAi??rtlich, tAi??richt und streichelnd; mal Revolutionskitsch, mal vAi??terliches Gebot. Es gilt, sich nicht bequem zurA?ckzulehnen und mit verdrehten Augen zu seufzen: “Wie konnte er nur!” Rund um die Welt, von Berkeley bis Berlin, widerriefen Intellektuelle den contrat social, demonstrierten (nicht nur gegen den Vietnamkrieg), radikalisierten sich gegen reaktionAi??re Militanz; ob ein zarter Lyriker wie Allen Ginsberg, ein voltairianischer Pamphletist wie Jean-Paul Sartre oder ein jesuitisch erzogener Student wie Rudi Dutschke (es war Feltrinelli, der dem Schwerverletzten in Mailand Obdach und Pflege gab). Wer will sich anmaAYen, die Grenzlinie zu ziehen zwischen Aufruf und Aufruhr? Die Sorge, Italien kAi??nnte ein zweites Land “der Obristen” werden, war nicht abwegig.

Dem Verleger genA?gt nun das Wort, das er verbreitet, nicht mehr. Er will die Tat. Es war immerhin sein linksbA?rgerlicher Kollege Barney Rosset, Inhaber der New Yorker Grove Press, wo Beckett, Henry Miller, Adamov, auch Hochhuth, in Amerika durchgesetzt wurden, der Feltrinelli eines Tages bescheinigen wird: “Wir hatten die A?berzeugungen, er hatte den Mut.”

Giangiacomo Feltrinelli, entgeistert A?ber zahllose rechtsextremistische Attentate in Italien, fA?rchtend einen rechten Staatsstreich und A?berdrA?ssig der Pamphlete, Versammlungen und papierenen Proteste, driftet ab. Auch diese letzte Phase seines sich verbrennenden Lebens leuchtet Carlo Feltrinelli sorgfAi??ltig aus – mit Anteilnahme, mit blankem Entsetzen, mit dem Versuch, Ursachen zu ergrA?nden. “He is lost”, wird er seine – inzwischen geschiedene – Mutter Inge zitieren, die bravourAi??s den verwaisten Verlag weiterfA?hrt. Atemberaubend die Schilderungen, wie der in den linksterroristischen Untergrund abgetauchte MilliardAi??r, falsche PAi??sse wie Skatkarten in der Tasche und, einem Revolutions-Ahasver gleichend, mal glatt rasiert, mal mit Vollbart, mal elegant gekleidet und mal wie ein Clochard kostA?miert, zwischen Kuba, Prag, Bolivien, Paris und Nizza hin und her rast, polizeilich gesucht, doch auf der Piazza seinen Espresso trinkend oder sich im Bankendorado ZA?rich mit Inge und Carlo treffend, “um Erbschaftsangelegenheiten zu regeln”. (…)

Fritz J. Raddatz (Die Zeit, 2001)

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” Gleichviel ob der Terrorist als EinzelgAi??nger handelt oder sich mit Gleichgesinnten zu einer, blinden Gehorsam heischenden, geheimen Gruppe zusammenschlieAYt – im einen wie im anderen Falle sucht er, so erstaunlich es klingen mag, ein persAi??nliches Problem zu lAi??sen. Die moderne Psychologie ermAi??glicht es uns, in dem meist undeutlichen Zusammenhang von Bewusstsein und abana over the counter Unbewusstem den inneren Widerspruch des Handelnden aufzudecken, seine seltsame, ihn selbst irrefA?hrende, verfAi??lschende Verquickung von GrA?nden, VorwAi??nden und Motiven.

So darf man ohne weiteres gelten lassen, dass ein Terrorist im Interesse einer ganzen Klasse, sagen wir des Proletariats, im Hinblick auf eine groAYe Sache, auf eine nationale Emanzipation zu handeln glaubt, obschon ihm die Analyse der tatsAi??chlich erreichten Wirkungen terroristischer Aktionen in den meisten FAi??llen beweist, dass mit individuellem Terror keines seiner angestrebten Ziele erreicht werden kann.

Er gebraucht somit Ideologie und Politik als eine Schleiermotivation, wie man ihr auch im privaten Leben und besonders auch bei Neurotikern begegnet. Der wahre, der wirklich bestimmende Beweggrund bleibt unnennbar und wird im Bewusstsein des Terroristen durch ideologischen Extremismus so gut wie vAi??llig verdeckt. “

ManA?s Sperber, Autor, Freigeist.
(Aus: Ai??Die Nachfahren Herostratos – Zur Psychologie des TerroristenAi??, 1975)

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” Das Problem des Terrorismus hat demnach verschiedene Zweideutigkeiten: Terroristische Aktionen kAi??nnen moralisch gerechtfertigt sein, wenn sie sich gegen eine offen unrechtmAi??AYige und grausame Tyrannei richten oder gegen eine Besatzungsmacht und wenn ihre Ziele genau festgelegt, nicht aber zufAi??llig sind. Nur selten sind jedoch terroristische Aktionen in dem Sinn erfolgreich, dass sie zur der erstrebten gesellschaftlichen VerAi??nderung fA?hren. Die KAi??nigs- und TyrannenmAi??rder haben nichts erreicht, auAYer einer Eintragung ihrer Namen in die Chroniken oder vielmehr in die historischen Anmerkungen.

Terroristen gelangen gewAi??hnlich nicht an die Macht, wenn dies aber doch hin und wieder geschieht, dann bilden sie meistens terroristische Herrschaftsformen. Dennoch wird der Terrorismus weiterbestehen, obwohl die historischen Erfahrungen nicht fA?r ihn sprechen, weil es keinen Grund gibt anzunehmen, dass Ungerechtigkeiten und die enormen VorrAi??te an Hass verschwinden wA?rden. Mit Sicherheit wAi??re es besser zu verhandeln als zu schieAYen, aber Tyrannen lassen sich hAi??ufig zu Verhandlungen nicht zwingen, so dass zu den Waffen gegriffen werden muss. Es gibt also auch in dieser Frage keine klaren und universell gA?ltigen Richtlinien. “
Leszek Ko?akowski, Philosoph, Freigeist.
(Aus: Ai??Neue Minitraktate A?ber Maxi-ThemenAi??, 1999)

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