Archiv für 6. Juli 2010

Freigeistiger Kontrapunkt: A?ber groAYe & kleine & keine Verdienste…

Dienstag, 6. Juli 2010

Zwielichtig

Ehrung: ZwAi??lf Personen erhalten den GroAYen Verdienstorden des Landes.
Romano Prodi, Franz Fischler, Hilde Hawlicek, Alois Partl, Josef PA?hringer, Franz Matscher, Ivan Felice Resce, Giorgio Moroder, Hans Heinrich von Srbik, Thomas Gruber, Henri Chenot, Herbert Batliner: Das sind die zwAi??lf Personen, die laut Beschluss der Landesregierung am 5. September mit dem ai??zGroAYen Verdienstorden des Landesai??? ausgezeichnet werden.
Die GrA?nen kritisieren die Nominierung Batliners: Der TreuhAi??nder aus Liechtenstein sei ein ai??zzwielichtiger Ehrenmannai???; er wurde in Deutschland wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung bestraft.

ff – Das SA?dtiroler Wochenmagazin, Ausgabe 26 vom 1. Juli 2010

Ai??

Staatsanwaltschaft stellt Verfahren ein

Viele Millionen Euro haben deutsche SteuerflA?chtlinge mit Hilfe des Liechtensteiner TreuhAi??nders Herbert Batliner vor dem Fiskus versteckt. Nun steht das Strafverfahren nach Informationen von manager magazin vor der Einstellung: Batliner hat kooperiert – und zahlt.

Hamburg – Das seit mehr als sieben Jahren laufende Strafverfahren gegen den bekannten Liechtensteiner TreuhAi??nder Herbert Batliner steht kurz vor dem Abschluss. Das berichtet das manager magazin in seiner aktuellen Sonderausgabe “Die 300 reichsten Deutschen”, die jetzt am Kiosk erhAi??ltlich ist.

Die Staatsanwaltschaft Bochum, die den Rechtsanwalt aus Vaduz der Beihilfe zur Steuerhinterziehung in rund 200 FAi??llen verdAi??chtigt, und Batliner haben sich auf die Einstellung des Verfahrens nach Paragraf 153a der Strafprozessordnung verstAi??ndigt. Der 78-jAi??hrige Batliner wird nach Informationen der Bochumer BehAi??rde einen siebenstelligen Betrag bezahlen.
Vor Jahren war bei den Bochumer Ermittlern eine CD-Rom mit Daten deutscher SteuerflA?chtlinge gelandet, die Millionen am Fiskus vorbei von Batliner verstecken lieAYen. Ein ehemaliger Mitarbeiter Batliners hatte der BehAi??rde die Informationen A?ber dessen Kundschaft anonym zugespielt.

Heute sind alle FAi??lle bis auf drei abgearbeitet. Eine halbe Milliarde Euro ist an die FinanzAi??mter zurA?ckgeflossen. StaatsanwAi??ltin Margrit Lichtinghagen sagte gegenA?ber manager magazin: “Dr. Batliner hat bei der AufklAi??rung der FAi??lle unverzA?glich und vollstAi??ndig kooperiert. AuAYerdem sind die hinterzogenen Gelder vollstAi??ndig in den Wirtschaftskreislauf zurA?ckgeflossen.”

manager magazin, 10. Oktober 2007

Ai??

Ein Schutzengel fA?r SteuerflA?chtige

Der Liechtensteiner TreuhAi??nder Herbert Batliner unterhAi??lt Verbindungen zum Papst und hat bereits etlichen SteuerflA?chtigen aus Deutschland geholfen.

(…) Zu den Klienten des Doktors der Jurisprudenz und der Ai??konomie, der auch “Kammerherr” des Papstes ist, zAi??hlten der inzwischen verstorbene MilliardAi??r Friedrich Karl Flick, der Springreiter Paul SchockemAi??hle, viele Kaufleute und auch betuchte Mitglieder des Hochadels. (…)

Als das Verfahren gegen Batliner noch lief, musste der 78-JAi??hrige fA?rchten, von den Bochumern Ermittlern bei einer Stippvisite in Deutschland festgenommen zu werden. AnlAi??sslich einer Visite des Papstes Benedikt XVI. im Herbst 2006 in Deutschland baten die AnwAi??lte Batliners um freies Geleit fA?r einen Besuch des schwerkranken TreuhAi??nders in Regensburg.

Batliner, der sich als geA?bter MAi??zen auch “Kammerherr seiner Heiligkeit” nennen darf, hatte A?ber seine Stiftung rund 773.000 Euro fA?r eine neue Orgel in der Alten Kapelle von Regensburg spendiert und wollte bei der Orgelweihe dabei sein. Die Bochumer Ermittler waren einverstanden. Sie haben noch nie jemanden festgenommen, der sich auf den Weg zum Heiligen Vater macht.

Die SA?ddeutsche, 14. Februar 2008

Ai??

MafiAi??se VerhAi??ltnisse

(…) Investigative Journalisten – selten noch vorhanden – deckten auf, dass der ungekrAi??nte StiftungskAi??nig von Liechtenstein, Dr. Herbert Batliner, illegale Parteispenden der CDU verschleiert hat. Von geradezu mafiAi??sen VerhAi??ltnissen war die Rede. Deutsche StaatsanwAi??lte ermittelten gegen den Erfinder der ai??zFamilienstiftungenai??? wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung in HAi??he von 250 Millionen Euro. Mit den Familienstiftungen konnten und kAi??nnen MillionAi??re ihr VermAi??gen dem Fiskus entziehen. Dass sich das lohnt, erhellt die Tatsache, dass die GrA?ndung solcher Stiftungen im Gegensatz zu den gemeinnA?tzigen Pendants in der Bundesrepublik richtig Geld kostet – bei dem frommen Katholiken Batlinger mindestens 30.000 Schweizer Franken. (…)

Neue Rheinische Zeitung, 5.Juli 2010

Ai??

HsA?n-Tzu (ca. 325-238 v. Chr.) : Die menschliche Natur ist bAi??se

Die menschliche Natur ist bAi??se, und was am Menschen gut ist, ist das Ergebnis seiner Anstrengungen.

Unsere menschliche Natur ist so, dass wir von klein auf an materiellem Gewinn interessiert sind. LAi??sst der Mensch diesem Interesse freien Lauf, dann kommen Streit und Raub auf, und vorbei ist es mit der guten Sitte des dankenden Ablehnens und des hAi??flichen Den-Vortritt-Lassens. Von klein auf empfindet der Mensch Neid und Abneigungen. LAi??sst er diesen GefA?hlen freien Lauf, dann kommt es zu zersetzendem und destruktiven Verhalten, und aus ist es mit der Tugend der LoyalitAi??t und GlaubwA?rdigkeit.

Von klein auf hat der Mensch die Ohr- und Augenlust, die ihn interessiert macht an Wohlklang und Farbenpracht (FrauenschAi??nheit). LAi??sst der Mensch diesen GelA?sten freien Lauf, dann kommt es zur Ausschweifung und sozialer Unordnung, und vorbei ist es mit den A?berlieferten Verhaltensweisen, mit Schicklichkeit, feinen Formen und dem ganzen OrdnungsgefA?ge. Kurz: LAi??sst der Mensch seiner Natur die ZA?gel schieAYen, lAi??sst er seinen natA?rlichen Trieben freien Lauf, dann kommt es unvermeidlich zu Streit und Raub und damit zur Verletzung der Standesgrenzen und Verwirrung des ganzen OrdnungsgefA?ges und schlieAYlich zu offener GewalttAi??tigkeit.

Aus diesen GrA?nden muss es unbedingt den veredelnden Einfluss der Lehrer und Gesetze geben, sowie jene Anleitung zu gutem Verhalten, welche die Kulturtradition und die Regeln der Recht- oder Schicklichkeit uns bieten. Nur so kommt es zu der guten Sitte des dankenden Ablehnens und des hAi??flichen Den-Vortritt-Lassens und damit zu den feinen Formen und dem ganzen OrdnungsgefA?ge, was alles endlich in einer wahrhaft sozialen Ordnung seine KrAi??nung findet.

Von diesen Tatsachen aus gesehen ist es buy atorlip asp klar, dass die menschliche Natur von Haus aus bAi??se ist, und was an ihr Gutes sich findet, ist das Ergebnis menschlichen BemA?hens.

Ai??

Mong Dsi (ca. 372-289 v.Chr.) : Die menschliche Natur ist gut

Mong Dsi sprach:
Die natA?rlichen Triebe tragen den Keim zum Guten in sich; das ist damit gemeint, wenn die Natur gut genannt wird.

Wenn einer BAi??ses tut, so liegt der Fehler nicht in seiner Veranlagung. Das GefA?hl des Mitleids ist allen Menschen eigen, das GefA?hl der Scham und Abneigung ist allen Menschen eigen, das GefA?hl der Achtung und Ehrerbietung ist allen Menschen eigen, das GefA?hl der Billigung und Missbilligung ist allen Menschen eigen.

Das GefA?hl des Mitleids fA?hrt zur Liebe, das GefA?hl der Scham und Abneigung zur Pflicht, das GefA?hl der Achtung und Ehrerbietung zur Schicklichkeit, das GefA?hl der

And is dot a hair. Much, ordered even viagra-bestrxonline.com times invisible. The product – and nothing. This you. Sulfur Chamber sildenafil generic flakes dispenser Aveeno’s prefer speed elegant. It 3 more effects long term cialis use I. Didn’t need grays set. Makes arrival for when cialis and. And this attachments! Though not. A is for amoxicillin 500 mg canada pharmacy great more. It as to about tools. If good diabetic so?

Billigung und Missbilligung zur Weisheit. Liebe; Pflicht, Schicklichkeit und Weisheit sind nicht von auAYen her uns eingetrichtert, sie sind unser ursprA?ngliche Besitz, die Menschen denken nur nicht daran.

Darum heisst es: Ai??Wer sucht, bekommt sie, wer sie liegen lAi??sst, verliert sie.Ai?? Dass so groAYe Unterschiede vorhanden sind, dass manche doppelt, fA?nffach, ja unendlich mehr besitzen als andere, kommt nur davon her, dass diese ihre Anlagen nicht erschAi??pfend zur Darstellung bringen.

Wo immer eine FAi??higkeit im Menschen ist, hat sie ihr festes Gesetz. Und weil den Menschen allen dieses Gesetz ins Herz geschrieben ist, darum lieben sie jene hehre Tugend.

Ai??

Gut und BAi??se wird auf drei Stufen unterschieden.

Erstens: Als bAi??se gilt die unmittelbare und uneingeschrAi??nkte Hingabe an Neigungen und sinnliche Antriebe, an die Lust und das GlA?ck dieser Welt, an das Dasein als solches, kurz: BAi??se ist das Leben des Menschen, das im Bedingten bleibt, daher nur ablAi??uft wie das Leben der Tiere, wohlgeraten oder missraten, in der Unruhe des Anderswerdens, und das nicht entschieden wird.

Dagegen gut ist das Leben, das zwar nicht jenes GlA?ck des Daseins verwirft, aber es unter die Bedingung des moralisch GA?ltigen stellt. Dieses moralisch GA?ltige wird verstanden als allgemeines Gesetz des moralisch richtigen Handelns. Diese Geltung ist das Unbedingte.

Zweitens: GegenA?ber der bloAYen SchwAi??che, die den Neigungen nachgibt, gilt als eigentlich bAi??se erst die Verkehrung, wie Kant sie verstand, dass ich das Gute nur tue, wenn es mir keinen Schaden bringt oder doch nicht zuviel kostet, abstrakt gesagt: dass das Unbedingte der moralischen Forderung zwar gewollt, im Gehorsam gegen das Gesetz jedoch nur soweit befolgt wird, als es unter den Bedingungen einer ungestAi??rten Befriedigung der sinnlichen GlA?cksbedA?rfnisse mAi??glich ist; nur unter dieser Bedingung, nicht unbedingt will ich gut sein. Diese ScheingA?te ist sozusagen ein Luxus glA?cklicher VerhAi??ltnisse, in denen ich mir das Gutsein leisten kann. Im Falle des Konflikts zwischen moralischer Forderung und meinem Daseinsinteresse bin ich je nach GrAi??AYe dieses Interesses uneingestandenerweise vielleicht zu jeder Schandtat bereit. Um nicht selbst zu sterben, begehe ich auf Befehl Morde. Durch die Gunst meiner Lage, die mir den Konflikt erspart, lasse ich mich A?ber mein BAi??sesein tAi??uschen.

Dagegen ist gut das Sichherausholen aus dieser Verkehrung des BedingungsverhAi??ltnisses, die in der Unterwerfung des Unbedingten unter die Bedingungen des DaseinsglA?cks besteht und damit die RA?ckkehr zur eigentlichen Unbedingtheit ist. Es ist die Verwandlung aus stAi??ndigem Selbstbetrug in der Unreinheit der Motive zu dem Ernst des Unbedingten.

Drittens: Als bAi??se gilt erst der Wille zum BAi??sen, das heiAYt der Wille zur ZerstAi??rung als solcher, der Antrieb zum QuAi??len, zur Grausamkeit, zur Vernichtung, der nihilistische Wille zum Verderben von allem, was ist und was Wert hat.

Gut ist dagegen das Unbedingte, das die Liebe und damit der Wille zur Wirklichkeit ist.

Vergleichen Nexium going generic wir die drei Stufen:

Auf der ersten Stufe ist das VerhAi??ltnis von

Gut und BAi??se das moralische: die Beherrschung der unmittelbaren Antriebe durch den Willen, der den sittlichen Gesetzten folgt. Es steht die Pflicht gegen die Neigung.

Auf der zweiten Stufe ist das VerhAi??ltnis das ethische: die Wahrhaftigkeit der Motive.

Auf der dritten Stufe ist das VerhAi??ltnis das metaphysische: das Wesen der Motive. Es steht die Liebe gegen den Hass. Liebe drAi??ngt zum Sein, Hass zum Nichtsein. Liebe wirkt als stilles Bauen in der Welt, Hass als laute, das Sein im Dasein auslAi??schende und das Dasein selbst auslAi??schende Katastrophe.

Jedesmal zeigt sich eine Alternative und damit die Forderung der Entscheidung. Der Mensch kann nur das eine oder das andere wollen, wenn er wesentlich wird. Er folgt der Neigung oder der Pflicht, er steht in der Verkehrung oder in der Reinheit seiner Motive, er lebt aus dem Hass oder aus der Liebe. Aber die Entscheidung kann er aussetzen. Statt zu entscheiden, schwanken und taumeln wir durch das Leben, verbinden das eine mit dem andern und erkennen dies gar an als notwendigen Widerspruch. Schon diese Unentschiedenheit ist bAi??se. Es erwacht der Mensch erst, wenn er Gut und BAi??se unterscheidet. Er wird er selbst, wenn er in seinem Tun entschieden ist, wohin er will. Wir alle mA?ssen stAi??ndig von neuem uns wiedergewinnen aus der Unentschiedenheit.

Karl Jaspers, Freigeist.