Archiv für 5. Juli 2010

Freigeistige Einsichten A?ber unfreigeistige Aussichten…

Montag, 5. Juli 2010

Die BaubetrA?ger
Mithilfe von Leiharbeitern haben sA?ditalienische Firmen 26 Millionen Euro an Steuern hinterzogen, und Einnahmen in HAi??he von 28 Millionen Euro nicht deklariert. Die rund 500 Arbeiter waren hierzulande beschAi??ftigt, 49 SA?dtiroler Firmen sollen laut Finanzpolizei und Staatsanwaltschaft in den Betrugsskandal viagra girl in blue dress name verwickelt sein. Staatsanwalt Markus Mayr geht davon aus, dass die SA?dtiroler Firmen mit Geldstrafen davonkommen werden.

ff - Das SA?dtiroler Wochenmagazin, Ausgabe 26 vom 1. Juli 2010

Ai??

29. Kapitel ?Die SA?nden der VAi??lker kommen von den FA?rsten

Beschwere sich kein FA?rst A?ber die SA?nden der von ihm regierten VAi??lker, denn diese SA?nden entstehen nur aus seiner NachlAi??ssigkeit, oder weil es den gleichen Lastern ergeben ist. Betrachtet man die VAi??lker, denen man in unsrer Zeit Raubsucht und Ai??hnliche SA?nden vorwirft, so wird man finden, dass sie nur von ihren Regenten stammen, die ebenso waren. Vor der Ausrottung der kleinen Herrscher der Romagna durch Papst Alexander VI. war dies Land ein Schauplatz des lasterhaftesten Lebenswandels, beim geringsten Anlass kam es zu den Ai??rgsten Raub- und Mordtaten. Dies kam von der Verderbtheit der FA?rsten, nicht der verderbten Natur des Menschen, wie jene vorgaben.

Denn da diese FA?rsten arm waren, doch wie Reiche leben wollten, waren sie gezwungen, sich aufs Rauben zu legen und dies auf verschiedene Art zu betreiben. Unter andern schAi??ndlichen Mitteln gaben sie Gesetze, die irgendeine Handlung verboten. Dann gaben sie die erste Veranlassung zu ihrer A?bertretung, bestraften aber die A?bertretung erst, wenn eine grAi??AYere Anzahl in die Falle gegangen war. Und zwar straften sie sie nicht aus Eifer fA?r das gegebene Gesetz, sondern aus Gier nach Einziehung der Strafe. Daraus entstanden viele A?bel, vor allem, dass das Volk verarmte, ohne sich zu bessern, und dass die Verarmten sich an SchwAi??cheren schadlos zu halten suchten. Hieraus entsprang all das erwAi??hnte Unheil, dessen Ursache der FA?rst war.

Und Lorenzo von Medici sagte zur BestAi??tigung dieses Satzes:

Und was der Herr tut, werden viele tun,
Weil auf dem Herrn die Augen aller ruhn.

NiccolA? Machiavelli (1469-1527), Freigeist.
(Aus: Ai??DiscorsiAi??, pAi??pstliche Druckgenehmigung 1531)

Ai??

Berlusconi-Vertrauter zu sieben Jahren Haft verurteilt



Haben einen KA?nstler zu dieser Adaption eines Filmklassikerplakats inspiriert: Berlusconi, Dell’Utri.
Ein enger Vertrauter des italienischen MinisterprAi??sidenten Silvio Berlusconi muss wegen Mafia-Verstrickungen fA?r sieben Jahre ins GefAi??ngnis.
Ein Berufungsgericht in Palermo gab das Urteil gegen den Senator und Unternehmer Marcello dell’Utri am Dienstag bekannt. 2004 war Dell’Utri zunAi??chst zu neun Jahren verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte jetzt in zweiter Instanz elf, die Verteidigung Freispruch gefordert.

Laut den Richtern in Palermo hatte der 69-jAi??hrige Dell’Utri in den 80er Jahren und bis 1992 Kontakte zur sizilianischen Mafia gepflegt.
Enge Beziehungen hatte Dell’Utri vor allem mit VertrauensmAi??nnern der langjAi??hrigen Nummer eins der Mafia Salvatore Riina und seinem Nachfolger Bernardo Provenzano. Dell’Utri soll auch dem sizilianischen Mafioso Vittorio Mangano einen Job auf dem Anwesen Berlusconis in Arcore bei Mailand vermittelt haben. (…)

Tages-Anzeiger, 29. Juni 2010

Ai??

Kapitel XXVI. ?Aufruf, Italien von den Barbaren zu befreien

ErwAi??gt man also alles bisher ErAi??rterte und A?berlegt man mit mir, ob gegenwAi??rtig in Italien die ZeitumstAi??nde einem neuen FA?rsten gA?nstig sind und ob ein kluger und tapferer Mann ihm eine Neugestaltung geben kAi??nnte, die ihm selbst und dem gesamten Volke zum Segen gereichte, so scheint mir jetzt so vieles zugunsten eines neuen FA?rsten zusammenzukommen, dass ich nicht weiAY, ob je eine gA?nstigere Zeit dafA?r gewesen ist.

Und wenn seither auch dieser oder jener aufgetreten ist, der von Gott gesandt schien, um Italien zu erlAi??sen, so hat man doch gesehen, wie das Schicksal ihn auf der HAi??he seiner Laufbahn verworfen hat, so dass Italien immer noch wie tot daliegt und auf den harrt, der seine Verletzungen heilt, der den PlA?nderungen in der Lombarei, den Erpressungen und Auflagen in der Toscana und im KAi??nigreich Neapel ein Ende macht und es von seinen durch die LAi??nge der Zeit tief eingefressenen Wunden genesen lAi??sst. Seht, wie es Gott anruft, er mAi??ge einen senden, der es von der Grausamkeit und dem A?bermut der Barbaren erlAi??st!

Man lasse also diese Gelegenheit nicht vorA?bergehen, auf dass Italien nach so langer Zeit seinen Retter erscheinen sehe. Ich finde keine Worte dafA?r, mit welcher Liebe er in all den LAi??ndern aufgenommen wA?rde, die unter fremder BedrA?ckung gelitten haben, mit welchem Rachedurst, welcher unwandelbaren Treue, welcher Ehrfurcht, welchen TrAi??nen! Welche Tore wA?rden sich ihm verschlieAYen? Welches Volk wA?rde ihm den Gehorsam versagen? Welcher Neid kAi??nnte sich gegen ihn regen? Welcher Italiener wA?rde ihm die Ehrerbietung verweigern?
Jeden ekelt die Herrschaft der Barbaren.

NiccolA? Machiavelli (1469-1527), Freigeist.
(Aus: Ai?? Il PrincipeAi??, pAi??pstliche Druckgenehmigung 1532)

Ai??

Berlusconis neuer Minister sorgt fA?r EmpAi??rung

Der von Premier Berlusconi nominierte Minister Aldo Brancher ist erst seit wenigen Tagen im Amt. Und hat bereits die Ai??ffentlichkeit gegen sich aufgebracht.

Zehn Tage nach seiner Ernennung zum Minister erklAi??rte Brancher, er wolle von einem kA?rzlich verabschiedeten Gesetz profitieren, das Regierungsmitgliedern in Italien Schutz vor Prozessen gewAi??hrt. Demnach mA?ssen Berlusconi und die Minister seines Kabinetts nicht vor Gericht erscheinen, wenn die Abwesenheit mit der AusA?bung ihres Amtes gerechtfertigt werden kann. Zurzeit lAi??uft gegen den 67- jAi??hrigen Minister ein Prozess wegen Hehlerei in Zusammenhang mit einem Skandal um die Bank Antonveneta.
Brancher hAi??tte am vergangenen Samstag vor Gericht erscheinen mA?ssen. Seine AnwAi??lte stellten jedoch einen Antrag auf Terminverschiebung und bezogen sich auf die Amtsverpflichtungen des neuen Ministers. Er mA?sse sich in sein neues Amt einarbeiten und habe deshalb keine Zeit fA?r die Gerichtsverhandlung. Das sorgte in den Reihen der Opposition fA?r helle EmpAi??rung. Auch StaatsprAi??sident Giorgio Napolitano Ai??usserte sich A?ber Branchers Verhalten kritisch.

Nach heftigem Protest auch in seinem eigenen Lager musste der FAi??deralismus-Minister einen RA?ckzieher machen und zustimmen, weiterhin vor Gericht zu erscheinen. Brancher erklAi??rte sich zum Opfer einer Medienkampagne. Regierungschef Berlusconi versuchte, die Polemik herunterzuspielen: Es handle sich nur um ein kleines Problem. Brancher hatte wegen seiner Verwicklung in die durch eine Anti-Korruptionsoffensive aufgedeckten Skandale Anfang der 90er Jahre einige Monate in U-Haft verbracht. Wegen VerjAi??hrung wurde er dann vom Vorwurf freigesprochen, Schmiergelder angenommen zu haben. Er ist seit Jahren ein VerbA?ndeter Berlusconis.

Tages-Anzeiger, 28. Juni 2010

Ai??

” Auf der Erde, unter der Erde und im Wasser wird nichts A?brig bleiben, was sie nicht verfolgen, aufstAi??bern und vernichten – und auch nichts, was sie nicht aus einem Land in ein anderes schleppen werden. “

Leonardo da Vinci (1452-1519), Freigeist.
(Aus: Ai??ProphezeiungenAi??, Codex Atlanticus, Biblioteca Ambrosiana, Mailand)

Ai??

” In der Feste Imola muss Leonardo auch NiccolA? Machiavelli begegnet sein. Offenbar schlossen die MAi??nner Freundschaft, jedenfalls arbeiteten sie bei mindestens drei spAi??teren Projekten zusammen. Und Machiavelli, der sich als florentinischer Gesandter in Borgias NAi??he aufhalten musste, war ein Leonardo durchaus verwandter Geist. Beide gaben sich als EinzelgAi??nger, und beide rangen sie mit ihrer ganzen Kraft darum, die Wirklichkeit zu verstehen. DafA?r waren Leonardo wie Machiavelli bereit, mit allen A?berlieferten Weisheiten und Tabus zu brechen. Im Zweifel sollte die Beobachtung gelten. Metaphysik, die letzten unerklAi??rlichen Dinge des Lebens, klammerten beide aus viagra fA?r erstes mal ihren Betrachtungen aus. Leonardo ging es um die Natur und die Kunst, Machiavelli buyviagraonline-purchase interessierte sich fA?r die Menschen und die Organisation ihres Zusammenlebens, den Staat. Und so, wie die Kunst nach Leonardo nie mehr so sein konnte wie zuvor, verAi??nderte auch Machiavelli das Denken der Menschen A?ber Macht und Politik fA?r immer.

Seit jeher und noch immer erregt die bloAYe Nennung seines Namens Schaudern, weil er angeblich die vAi??llige Skrupellosigkeit predigte, vor allem in seinem bekanntesten Buch Ai??Il PrincipeAi??, der FA?rst. In Wirklichkeit schilderte Machiavelli nur ohne alle Umschweife, was er als SekretAi??r der Florentiner Regierung und als Diplomat beobachtete. VerdAi??chtig oft kamen die VorwA?rfe gegen Machiavelli aus den Kreisen von Kirchen und Adel. Denn wo andere vom Sinn und den hAi??heren Zielen ihrer Herrschaft schwadronierten, legte er schonungslos die Techniken des Machterhalts offen. “
Stefan Klein, Biophysiker, Wissenschaftsautor, Freigeist.
(Aus: Ai??Da Vinci’s VermAi??chtnis oder wie Leonardo die Welt neu erfandAi??, Frankfurt, 2008)

Ai??

Renald Deppe: Lese-Empfehlungen zu den politischen Zu- und UmstAi??nden der Vergangenheit und Gegenwart:

NiccolA? Machiavelli: Ai??DiscorsiAi?? (pAi??pstliche Druckgenehmigung 1531)

Erstes Buch?Innere Politik

10. Kapitel ai??? So lobenswert die GrA?nder eines KAi??nigreichs oder einer Republik sind, so fluchwA?rdig sind die einer Tyrannenschaft

12. Kapitel ai??? Wie wichtig es ist, die Religion zu erhalten, und wie Italien durch die Schuld der rAi??mischen Kirche die seine verlor und dadurch in Verfall geriet
16. Kapitel ai??? Wenn ein Volk an FA?rstenherrschaft gewAi??hnt ist und durch irgendein Ereignis frei wird, behauptet es schwer seine Freiheit

17. Kapitel ai??? Ein verderbtes Volk, das zur Freiheit gelangt, kann sich nur mit grAi??AYter Schwierigkeit frei erhalten

24. Kapitel ai??? Wohlgeordnete Republiken setzen Belohnungen und Strafen fA?r ihre BA?rger fest, gleichen aber nie eins durch das andere aus

36. Kapitel ai??? BA?rger, die hAi??here WA?rden bekleidet haben, dA?rfen die niederen nicht verschmAi??hen

38. Kapitel ai??? Schwache Republiken sind unschlA?ssig und kAi??nnen sich nicht entscheiden. Sie fassen ihre EntschlA?sse mehr aus Not als aus eigener Wahl

42. Kapitel ai??? Wie leicht sich die Menschen verderben lassen

46. Kapitel ai??? Die Menschen springen von einem Ehrgeiz zum andern A?ber. Zuerst versucht man, kein Unrecht zu erleiden, dann andern Unrecht zu tun

52. Kapitel ai??? Um den A?bermut eine Mannes zu zA?geln, der in der Republik zu viel Macht erlangt hat, gibt es kein sicheres und weniger anstAi??AYiges Mittel, als ihm die Wege zu verlegen, auf denen er zu seiner Macht gelangt

53. Kapitel ai??? Von einem Trugbild des Guten getAi??uscht, begehrt das Volk oft seinen Untergang und lAi??sst sich leicht durch groAYe Hoffnungen und dreiste Versprechungen hinreiAYen

Zweites Buch?Ai??uAYere Politik und KriegsfA?hrung

08. Kapitel ai??? Warum die VAi??lker ihre Sitze verlassen und fremde LAi??nder A?berschwemmen

10. Kapitel ai??? Geld ist nicht der Nerv des Krieges, wie man gewAi??hnlich annimmt

13. Kapitel ai??? Aus niederem Stande gelangt man zur GrAi??AYe eher durch Betrug als durch Gewalt

14. Kapitel ai??? Oft tAi??uscht man sich, wenn man durch Bescheidenheit den Hochmut zu besiegen strattera vs adderall cost glaubt

22. Kapitel ai??? Wie falsch die Menschen oft wichtige Dinge beurteilen
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26. Kapitel ai??? SchmAi??hungen und Beschimpfungen erzeugen Hass gegen ihren Urheber und nA?tzen ihm gar nichts

27. Kapitel ai??? canadian online pharmacy viagra Kluge FA?rsten und Republiken mA?ssen sich mit dem Siege begnA?gen; denn man verliert meistens, wenn man sich nicht begnA?gt


Drittes Buch?Die handelnden Individuen

02. Kapitel ai??? Wie weise es ist, sich zu rechten Zeit tAi??richt zu stellen

04. Kapitel ai??? Kein FA?rst ist seiner Herrschaft sicher, so lange die am Leben sind, denen sie genommen wurde

16. Kapitel ai??? Wahres Verdienst sucht man nur in schwierigen Zeiten hervor; in ruhigen Zeiten dagegen werden nicht die Verdienstvollen vorgezogen, sondern die, welche sich auf Reichtum oder Verwandtschaft stA?tzen

18. Kapitel ai??? Nichts bringt einem Feldherrn mehr Ehre, als die PlAi??ne des Feindes zu durchschauen

28. Kapitel ai??? Man muss auf die Handlungen der BA?rger achtgeben, denn unter einer tugendhaften Haltung verbirgt sich oft der Anfang der Tyrannei

30. Kapitel ai??? Ein BA?rger, der in einer Republik durch sein Ansehen etwas Gutes ausrichten will, muss erst den Neid A?berwinden

31. Kapitel ai??? Starke Republiken Naprosyn where to buy und ausgezeichnete MAi??nner bewahren im GlA?ck und UnglA?ck den gleichen Mut und die gleiche WA?rde

32. Kapitel ai??? Welche Mittel einige benutzt haben, um den Frieden zu hintertreiben

34. Kapitel ai??? Welcher Ruf, welche Stimme oder Meinung das Volk bestimmt, seine Gunst einem BA?rger zuzuwenden, und ob es die best viagra online Ai??mter klA?ger verteilt als ein FA?rst

49. Kapitel ai??? Um die Freiheit einer Republik zu erhalten, bedarf es tAi??glich neuer MaAYnahmen