Archiv für den Monat: März 2010

Freigeistiges zum Geist der Kirche…

 

“ Die Zölibatspflicht sollte überdacht werden. Das schlägt der italienische Kardinal Carlo Maria Martini in einem Beitrag für die österreichische Tageszeitung „Die Presse“ vor. „Die Grundfragen der Sexualität müssen im Dialog mit den neuen Generationen neu überdacht werden“, schreibt der ehemalige Erzbischof von Mailand. Diese Grundfragen müssten gestellt werden, um das verlorene Vertrauen wiederzugewinnen, so Martini mit Blick auf die Missbrauchs-Skandale. Der Turiner Kardinal Severino Poletto hat Martini am Montag widersprochen: Er sei gegen eine Revision des Zölibatsversprechens. Priester sollten nicht zu „Funktionären“ werden, sondern weiterhin „24 Stunden am Tag im Dienst der Kirche sein“. Auch Vatikan-Kardinal Walter Kasper hat sich in einem Zeitungsinterview, das an diesem
Montag veröffentlicht wurde, dagegen gewandt, unter dem Eindruck der Missbrauchsfälle jetzt eine Zölibatsdebatte zu beginnen.
Kardinal Carlo Maria Martini stand von 1980 bis 2002 an der Spitze des Erzbistums Mailand und war eine der herausragenden Gestalten der italienischen Kirche. Für eine monatliche Rubrik mit Antworten auf Leserfragen zu kirchlichen und religiösen Themen in der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ wurde der über 80-jährige Kardinal im Februar mit dem renommierten italienischen Journalistenpreis „Premiolino 2010“ geehrt. „

Radio Vatikan, 29. März 2010

 

Aus den Briefen des Paulus:

„Und nicht Adam wurde verführt, sondern die Frau ließ sich verführen und übertrat das Gebot.“
(1. Tim. 2, 11-14)

”Der Mann wurde nicht für die Frau geschaffen, sondern die Frau für den Mann.“
(1 Kor. 11,9)

”Eure Weiber sollen schweigen in den Versammlungen, denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden, sondern unterwürfig zu sein, wie auch das Gesetz sagt. Wenn sie aber etwas lernen wollen, so sollen sie daheim ihre eigenen Männer fragen; denn es ist schändlich für ein Weib, in der Versammlung zu reden.
(1 Kor. 14,34)

“ Der Geist der Kirche, der sich in den Paulinischen Briefen und in den fünf Büchern Moses in seiner ganzen Frauenverachtung zeigt; der Hass der Kirchenväter, der in ihren kanonischen Schriften und in den Dogmen des Asketentums, in Zölibat und Hexenglauben festgeschrieben ist, hat des Mannes Achtung vor den Frauen zerstört und das Verbrennen, Ertränken und Foltern von Frauen zum Recht erhoben. Den christlichen Missionaren wurden die Frauen und ihre Pflichten zur Zielscheibe; bei frommen Asketen und Mönchen lösten sie abwechselnd Verachtung und Furcht aus. Die Priesterin-Mutter wurde zu etwas Unreinem, zu einer Verbündeten des Teufels; ihr überliefertes Wissen wurde zu einer höllischen Beschwörung und selbst ihrer Kochkunst wurde zur Giftmischerei – ja sogar das ganze Dasein wurde für den Mann zu einem Quell der Sünde. So wurde aus der Frau als Mutter und Priesterin die Frau als Hexe…
Hier liegt der Grund, weshalb die Gelehrten trotz aller Forschungsarbeit und Bibelkritik niemals das Problem der Stellung der Frau anrühren. „

Elizabeth Cady Stanton, Freigeist. (1815-1902, amerikanische Bürgerrechtlerin…)